Nellie Bly

Hallo zusammen,

wie versprochen möchte ich in meinem Blog zumindest eine Zeit lang das Augenmerk auf erfolgreiche Frauen legen. Hier wieder eine aus der Geschichte, diesmal eine Kollegin: die Journalistin Nellie Bly. Auch sie hat es, entgegen vieler Widerstände geschafft, ein erfolgreiches Leben zu führen. Nein, sie hat nicht Reichtum und Macht angesammelt, sondern berufliche Anerkennung und ein selbstbestimmtes Leben, und das in einer Zeit, zu der das für Frauen alles andere als üblich war.

Biographie
Geboren wurde sie 1864 unter dem Namen Elizabeth Jane Cochran(e) in Pennsylvania in den USA, gestorben ist sie 1922 in New York. (Die Erfinderin der Geschirrspülmaschine hieß übrigens auch Cochrane). Sie war unter ihrem Pseudonym Nellie Bly eine Wegbereiterin des investigativen Journalismus, eine Frau, die überall in der Welt unterwegs war und vor kaum etwas zurückschreckte. Sie ließ sich für einen Tatsachenbericht sogar in eine Irrenanstalt einweisen. Und für die “New York World” ahmte sie 1888 die Weltreise des Phileas Fogg aus Jule Vernes Roman “In 80 Tagen um die Welt” nach. Abgesehen davon, dass sie die Reise in 72 Tagen und einigen Stunden zurücklegte und damit einen Rekord aufstellte, war sie die erste Frau, die ohne männliche Begleitung eine solche Reise unternommen hat.

Der Auslöser für Nellie Blys Karriere war eine frauenfeindliche Kolumne, auf die sie mit einem launigen Leserbrief antwortet. Wie viele Frauen wagen denn heute, offen und auch noch öffentlich ihre Meinung zu sagen? Sofern sie eine haben? Wie viele kämpfen engagiert um ihre Rechte, die sie ja gesetzlich zumindest in den westlichen Kulturen schon lange haben?

Erfolg hat meiner Ansicht auch hier wieder damit zu tun, dass man (frau) ihrem Herzen folgt, Mut hat, an das denkt, was zu tun ist und nicht den gängigen Klischees nachläuft. Um eine Spur zu hinterlassen, muss man eben eigene Wege gehen, nicht den ausgetretenen Pfaden anderer folgen.

Also: Mut Mädels!

Das war wieder einmal:
Euer Erfolgsblogger

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~ von ikolumen2009 - März 21, 2010.

2 Antworten to “Nellie Bly”

  1. Mutmachen sollte man immer und jedem. Ich frage mich nur mitunter, ob das Ziel gesellschaftlicher Gleichverteilung der Geschlechter tatsächlich realistisch ist. Mädchen und Frauen können und dürfen heute alles, wenn sie es nicht tun, werden sie ihre Gründe haben. Genauso, wie MÄnner ihre Gründe haben werden, wenn sie selten Kosmetiker werden oder Nagelstudios betreiben. Seit Jahren wird am Girlsday Mädchen grobes Handwerk und Technik vorgeführt. Sehr interessant. Ja, hm. 81 Prozent der Maschinenbau-Studenten sind Männer, und es scheint mir schon etwas schräg, wenn man dann in der deutschen Schwerindustrie die Hälfte der Vorstandsposten für Frauen einfordert. Wo von zehn Läufern nur drei Frauen an den Start gehen, werden im Ziel nicht fünf ankommen.

    • Grundsätzlich bin ich schon auch der Meinung, dass Gleichmacherei nicht überall angebracht ist. Mir geht es hier vor allem um Chancengleichheit.

      Mich stören nun einmal diese Klischees und diese fixierte Denkweise. Die Frauen, die können und wollen, sollen die Chance haben ihr Potenzial zu nutzen. Derzeit ist unsere Gesellschaft leider so, dass man einigen dafür noch ein bisschen in den … treten muss. Die Voraussetzungen sind da, die Grenzen in den Köpfen müssen verschwinden. Kann schon sein, dass Frauen in einer Welt der Chancengleichheit vielleicht immer noch weniger geneigt sind, bestimmte Berufe zu ergreifen. Aber da müssen wir erst noch hin.

      Und es muss aufhören, dass bei der Berufswahl erst mal gedacht wird „ich als Frau kann … nicht/ muss … machen). Es sollen vor allem Neigung und Begabung eine Rolle spielen, nicht das Geschlecht. Ein Hirn ist schließlich ein Hirn, was darum ist, spielt für das Arbeitsergebnis keine Rolle. Meinen Texten sieht man nicht an, wer sie gemacht hat. Und meiner Kamera ist es völlig schnurz ob Mann oder Frau sie bedient.

      Was den Girlsday angeht, geht es vor allem darum, Wissen zu vermitteln. Viele Mädchen ergreifen einfach einen Frauenberuf, weil sie es nicht besser wissen. Und werden dann auch noch durchschnittlich schlechter bezahlt. Wenn eine das alles weiß, und doch einen Frauenberuf ergreift, ist das immerhin eine besusste Entscheidung, die man respektieren kann.

      Das Typische Problem von Frauen ist halt, dass sie sich viel weniger zutrauen, als sie tatsächlich können. Dabei werden sie dann von Männern übervorteil, die nichts können aber die Klappe weit aufreißen. Deshalb Mut Mädels. Jetzt erst recht.

      P.S.: Ich freue mich immer über eine angeregte Diskussion. Tnx für Kommentar.

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