Frauentag

Hallo  zusammen,

ach ja, da war ja was – am Montag war ja Frauentag.

Was diesen Tag angeht, bin ich in meiner Ansicht etwas gespalten. Einerseits finde ich es gut und richtig, daran zu erinnern, dass in Sachen Gleichberechtigung noch einiges zu tun ist, vor allem, dass in vielen Ländern Frauen unterdrückt und gequält werden, nur weil sie Frauen sind.

Andererseits finde ich es reichlich schäbig, dass wir extra einen Erinnerungstag brauchen, in einigen Ländern ist er auch noch ein Feiertag. Das erinnert mich sehr an den Muttertag – einmal im Jahr weiß man, dass man eine Mutter hat? Den Rest des Jahres geht man darüber hinweg? Einen Tag feiern, den Rest des Jahres weitermachen wie gehabt… nicht ohne den mit Feiertagen verbundenen hirnlosen Kommerz.

Besser wäre es, wir bräuchten diesen Tag nicht. Weil wir bei unserer Arbeit, in der Berufswahl, bei unseren Interessen nicht mehr lange darüber nachdenken, ob wir etwas “als Mann” oder “als Frau” tun, sondern einfach “als Mensch”. Dessen Werk nicht weniger wert ist, nur weil er einem bestimmten Geschlecht angehört. Es zählt nur noch, was jemand tut und wie er es tut. Oder hätte jemand meinem Blog angemerkt, dass ich auch eine “…in” bin (muss ich diesmal erwähnen, obwohl ich sonst nicht groß darüber nachdenke)? Würde man es einem Artikel in einer Zeitung ansehen? Einem Auto, dass auch Frauen daran geschraubt haben (hab ich übrigens auch schon gemacht)?

Dann müssen Männer auch nicht mehr Angst um ihre Rollendefinition haben, wie immer noch hie und da diskutiert wird, oder wie Karasic in einem seiner Bücher schreibt. Für alle wäre das doch sehr entspannt – und das wäre ein toller Erfolg. Das wäre wirklich Gleichberechtigung.

Ein Blogger, der das gut auf den Punkt bringt: http://ralfschuler.wordpress.com/2010/03/09/alles-gute-zum-frauentag/
Liebe Feministinnen, schreibt Euch das mal hinter die Ohren!

Erfolg ist auch nicht männlich oder weiblich – er IST. Mehr nicht.

Euer ErfolgsbloggEr (sic!)

P.S.: Diese Feminismusdiskussion bringt mich auf die Idee, das Ganze auch zu thematisieren – erfolgreiche Frauen, die Mut machen, weil sie auch nicht darüber nachgedacht haben, etwas “als Frau” zu tun, Frauen in “Männerberufen”, … und die Extremfeministinnen, aber auch die Tussies mal ein bisschen per Satire zwicken (ich darf das, bin schließlich auch eine “…in”. Das wird ein Spaß!

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~ von ikolumen2009 - März 9, 2010.

2 Antworten to “Frauentag”

  1. 🙂 maenner muessen ueber ihre rollendefinition nachdenken,aber das hatten sie doch bisher recht wenig noetig, erfolg ist in ordnung…kommt drauf an worauf er beruht 🙂

    • Die Idee ist eigentlich die, dass Erfolg das ist, was man sich als solchen definiert – ein erreichtes Ziel, Zufriedenheit, sich selbst finden … nicht unbedingt Reichtum oder Karriere. Aber mit Überlegung und bewussten Entscheidungen dahinter. Und vor allem mit der Freude an dem, was man tut. Egal, ob Frau oder Mann, oder… Außerdem, ein „Erfolg“ der darauf beruht, dass man zufällig als Mann, oder als Angehöriger irgendeiner Gruppe geboren wird, ist eigentlich keiner. Erfolg, wie auch immer man ihn definiert, ist etwas, das man sich erarbeiten muss.

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